Verein

Der Fußballverein von Eintracht Frankfurt wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts gegründet. Es dauerte einige Jahrzehnte, bis auch der Eishockey zum Bestandteil des Vereins gehörte. Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick auf die Historie des Eishockey-Vereines werfen.

Historie – Eintracht und Eishockey

1959 wurde die Eishockeysparte der Eintracht zum ersten Mal ins Leben gerufen. Der treibende Mann dahinter war Rudi Gramlich. In den Anfängen lief ein Eishockeyspiel nicht ganz so ab, wie Sie das heute gewöhnt sind. Auf der Homepage des Vereins finden sich Angaben zum ersten Spiel der Eishockeymannschaft der Frankfurter Eintracht.

Das erste Spiel fand im Jahr nach der Gründung statt. Am 14. Januar 1960 spielte man auf einem vereisten Tennisplatz sein erstes Spiel. Es gab keine Flutlichtanlage und so mussten Autoscheinwerfer für einen halbwegs vernünftigen Spielablauf sorgen. Coole Geschichte, aber heute unvorstellbar für einen Verein dieser Größenordnung.

Es dauerte allerdings nicht lange, bis die ersten Spiele an einer ordnungsgemäßen Stätte ausgetragen wurden. Noch im gleichen Jahr, am 10. Dezember 1960, fanden sich 10.000 Zuschauer zusammen, um das Spiel gegen die SG Nürnberg zu bestaunen. Gespielt wurde direkt neben dem Stadion des Fußballvereins (Waldstadion) auf einer offenen Kunsteisbahn unter freiem Himmel.

Gerade einmal rund 10 Jahre nach der Gründung gelang der Frankfurter Eishockeymannschaft der Aufstieg in die oberste deutsche Spielklasse. Zuvor spielte man bis zur Saison 1969/70 in der Oberliga und musste auch einen deutlichen Zuschauerschwund verzeichnen. Die Verantwortlichen für den Erfolg waren hauptsächlich Trainer Georg Kowarik und Toptorschütze Horst Philipp.

Eintracht Historie

Eintracht in der Bundesliga

Gerade in der Bundesliga angekommen, durfte man sich auch wieder daraus verabschieden. Philipp konnte zwar gehalten werden und erzielte viele Tore, doch mit dem 12. Tabellenplatz ging es gleich wieder zurück in die Oberliga. In den folgenden Jahren hatte es der Verein schwer. Aufstiegs-Heimspiele, zu denen vermehrt weniger als 100 oder gar 50 Zuschauer kamen, wurden an Gegner verkauft, um den Verein überhaupt am Leben zu erhalten.

Trotz Umzug in eine Eishalle änderte sich am geringen Zuschaueraufkommen nur wenig und so kehrte man bereits ein gutes Jahr später zurück an alte Wirkungsstätte und ohne Dach über dem Kopf. Es sollten einige Jahr ins Land ziehen, bis eine neue und wesentlich attraktivere Eishalle zur Spielstätte erkoren wurde.

Am 27. September 1981 wurde die neue Halle gar mit einem Länderspiel gegen die Sowjetunion eingeweiht. Mit neuer Arena kehrte auch der Erfolg zurück. Auf den Aufstieg in die neu gegründete 2. Bundesliga folgte 1985/86 der Wiederaufstieg in die Eishockey-Bundesliga.

Nach einigen verheißungsvollen Jahren in der obersten Liga des deutschen Eishockey-Verbandes, bei dem auch die Playoffs erreicht wurden, setzte es aber gleich wieder den nächsten Nackenschlag. Wiederum waren finanzielle Sorgen bei der Eintracht eingetreten und man konnte die Lizenz nur mit viel Mühe erhalten.

1991 war der Schuldenberg auf über 7 Millionen DM angewachsen und der Eishockey-Verein wurde vom Hauptverein abgetrennt, um mögliche finanzielle Verpflichtungen und Schaden nicht auf andere Vereinsteile abzuwälzen. Eishockey bei der Eintracht war daraufhin erst einmal passé.

Eintracht Eishockey

Eintracht in Hessenliga

Der 1988 gegründete Eishockey-Verein EHC Frankfurt 1988 e.V. wurde 2002 bei Eintracht Frankfurt eingegliedert. Warum? Dreimal dürfen Sie raten. Natürlich waren wieder einmal finanzielle Gründe der Beweggrund dafür. Der EHC hatte finanzielle Probleme, die mit Hilfe der Eintracht gelöst werden konnten. So wurde Eishockey wieder zum festen Bestandteil des Vereins und die 14. Abteilung in der stetig weiter wachsenden Sportabteilung.

Momentan spielt die Eintracht in der höchsten Spielklasse Hessens, die zugleich die fünfthöchste Liga Deutschlands ist – die Hessenliga. Dabei soll es auch bleiben. Die Ausflüge in höhere Ligen waren nicht von Erfolg gekrönt, besonders aus finanzieller Sicht. Die Eintracht möchte sich mit dem Thema daher momentan nicht auseinandersetzen.

Neben der Mannschaft in der Hessenliga gibt es noch eine weitere Mannschaft, die sich in der Rhein-Main-Hobbyliga aufhält. Das erweiterte Angebot ist bislang ein voller Erfolg. 2012 konnten gar keine neuen Spieler aufgenommen werden. Zu aufgeblasen war die zweite Eishockey-Mannschaft der Eintracht bereits.

Obwohl wir uns wünschen würden in Frankfurt wieder höherklassigen Eishockey bewundern zu dürfen, verstehen wir die Entscheidung des Vereines und werden die Mannschaften ohnehin dennoch unterstützen! Alle unsere Angaben hier, können Sie auch auf der Homepage des Vereins nachlesen.